Alles über das Glückspiel Roulette

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Spielsysteme (nach wikipedia)
Mathematische oder klassische Systeme

  • Systeme, die stets mit Einsätzen in gleichbleibender Höhe (Masse égale) arbeiten. Diese Systeme schreiben jeweils eine Marche (Satztechnik) vor, die angibt, welche Chance gespielt werden soll. Betrachtet man unendliche Folgen von Münzwürfen (Permanenzen), so findet man darin gewisse Gesetzmäßigkeiten. Diese lassen sich aber nicht für Gewinnstrategien nützen, da die einzelnen Coups voneinander unabhängig sind.
  • Systeme, die mit variablen Einsätzen operieren (Progressionen). Bei den Martingalespielen wird der Einsatz im Verlustfall erhöht, beim Parolispiel wird der Einsatz nach einem Gewinn erhöht. Es ist unmöglich eine Spielstrategie anzugeben, die für den Spieler einen positiven Erwartungswert (den mittleren Gewinn der Spielbank pro riskiertem Euro) liefert.
Physikalische Systeme

  • Kesselfehler und Favoritensuche: Einige Zahlen werden mit etwas höherer Wahrscheinlichkeit getroffen als andere. Das liegt an den technischen Unregelmäßigkeiten der Roulettekessel. Es gilt nun, diese Favoriten herauszusuchen und auf diese zu setzen. Allerdings sind die zufallsbedingten Abweichungen höher als die möglichen technisch bedingten Abweichungen.
  • Kesselgucken: Die Geschwindigkeiten der Kugel und des Drehkreuzes und deren Anfangspositionen sind Parameter für die Berechnung der Endposition der Kugel. Je später ein Spieler setzt, desto eher kann er den Sektor erraten. Um diese Taktik zu verhindern, werden Coups entsprechend früh abgesagt, d.h. das Rien ne va plus folgt unmittelbar nach dem Werfen der Kugel, spätere Einsätze sind nicht mehr möglich.
  • Wurfweitenspiel: Ausgehend von der Annnahme, dass jeder Croupier seine individuelle und gleichförmige Wurftechnik besitzt mit der die Kugel stets in derselben Anzahl von Feldern liegt, setzt der Spieler auf die derart bestimmte Zahl und deren Nachbarn.
 
Der Spielablauf (nach wikipedia)

Ziel ist es, in jedem einzelnen Spiel (Coup) im vorhinein zu erraten, auf welche Zahl die Kugel fallen wird. Mit der Aufforderung "Faites vos jeux." ("Bitte, das Spiel zu machen.") bittet der Croupier die Spieler um die Einsätze. Entweder legt der Spieler selbst seine Jetons auf das Tableau oder er bittet den Croupier, dies für ihn zu tun und nennt (annonciert) die Zahl oder Zahlengruppe, auf die er setzen möchte. Die Einsätze müssen zumindest das an jedem Tisch angegebene Minimum betragen und dürfen das je nach Wettart unterschiedliche Maximum nicht überschreiten. Sind die Einsätze getätigt, setzt der Croupier die Roulette-Scheibe in Bewegung und wirft die Kugel gegen die Drehrichtung in den Zylinder. Nach der Ansage "Rien ne va plus." ("Nichts geht mehr.") darf nicht mehr gesetzt werden. Sobald die Kugel in einem Nummernfach liegen bleibt, sagt der Croupier die Gewinnzahl, deren Farbe und die weiteren gewinnenden einfachen Chancen laut an, und zeigt mit seinem Rechen (Rateau) auf die Gewinnzahl. Zunächst werden die verlierenden Einsätze, die sogenannte Masse, eingezogen; sodann werden alle Chancen, die mit der Gewinnzahl zusammenhängen, ausbezahlt.

 
Wettmöglichkeiten (nach wikipedia)
Einfache Chancen:

Die Nummern 1-36 sind sind in 3 Zahlengruppen zu je 18 Nummern eingeteilt: Rouge (Rot) und Noir (Schwarz), Pair (Gerade) und Impair (Ungerade), Manque (Niedrig) und Passe (Hoch). Im glücklichen Fall erhält man einen 1:1-Gewinn ausbezahlt.

Mehrfache Chancen:
  • Plein: Man setzt auf eine der 37 Zahlen, die Auszahlungsquote beträgt 35 : 1.
  • Cheval: Man setzt auf zwei auf dem Tableau benachbarte Zahlen, die Auszahlungsquote beträgt 17 : 1.
  • Transversale pleine: Man setzt auf die drei Zahlen einer Querreihe des Tableaus, die Auszahlungsquote beträgt 11 : 1. Tätigt man den Einsatz nicht selbst und bittet den Croupier, die Jetons zu platzieren, so nennt man bei einer Wette auf eine Zahlengruppe immer die niedrigste und die höchste Nummer. In diesem Beispiel also "Transversale 19-21".
  • Les trois premiers: Man wettet auf die ersten drei Nummern, die Auszahlungsquote beträgt 11 : 1.
  • Carré: Man setzt auf vier auf dem Tableau angrenzende Nummern, die Annonce lautet "Carré 23-27"; die Auszahlungsquote beträgt 8 : 1.
  • Les quatre premiers: Man setzt auf die ersten vier Zahlen, die Auszahlungsquote beträgt 8 : 1.
  • Transversale simple: Man setzt auf die sechs Zahlen zweier aufeinanderfolgender Querreihen des Tableaus, die Annonce lautet "Transversale 4-9", die Auszahlungsquote beträgt 5 : 1.
  • Douzaines: Die Zahlen 1-36 sind in drei Dutzende eingeteilt, die Gewinnquote beträgt jeweils 2 : 1
    • 12P, Premier: Erstes Dutzend, die Zahlen 1-12
    • 12M, Milieu: Mittleres Dutzend, die Zahlen 13-24
    • 12D, Dernier: Letztes Dutzend, die Zahlen 25-36
  • Colonnes: Eine andere Einteilung in drei Gruppen von jeweils 12 Zahlen bilden die Kolonnen, die Gewinnquote beträgt jeweils 2 : 1.
    • Colonne 34: Die erste Kolonne umfasst die Zahlen 1, 4, 7, 10, ..., 34
    • Colonne 35: Die mittlere Kolonne umfasst die Zahlen 2, 5, 8, 11, ..., 35
    • Colonne 36: Die letzte Kolonne umfasst die Zahlen 3, 6, 9, 12, ..., 36.